ב"ה
Im
Jahr 1910 wurde dieser, für die
seinerzeitige Gesellschaft revolutionäre Tag auf der Zweiten Internationalen
Sozialistischen Frauenkonferenz eingeführt.
„Im
Einvernehmen mit den klassenbewussten politischen und gewerkschaftlichen
Organisationen des Proletariats in ihrem Lande veranstalten die sozialistischen
Frauen aller Länder jedes Jahr einen Frauentag, der in erster Linie der
Agitation für das Frauenwahlrecht dient. […] Der Frauentag muss einen
internationalen Charakter tragen und ist sorgfältig vorzubereiten.“ So steht in der Erklärung von Clara Zetkin zu lesen.
Dieses
Thema hat sich eigentlich erledigt, bis auf das Sultanat Brunei und den
Vatikanstaat (die beide kein Frauenwahlrecht kennen), Buthan (wo es eine Stimme
pro Familie gibt), den Libanon (da wird das Wahlrecht der Frauen an den Grad
der Bildung gekoppelt) und Saudi Arabien (wo das Wahlrecht erst im Jahr 2015
eingeführt wird), haben Frauen überall Zugang zu den Wahlurnen.
Der
Frauentag begann, sich den jeweiligen politischen Ausrichtungen der einzelnen
Staaten anzupassen. Während der Nazizeit wurde er, auf Grund seines sozialistischen
Hintergrundes, verboten und durch den „Muttertag“ ersetzt.
Im
Jahr 1975 nahm die UNO das internationale Jahr
der Frau zum Anlass, diesen Tag per Beschluss der Generalversammlung auf den
08. März jedes Jahres festzulegen.
Heuer
rückte die weibliche Landbevölkerung in das Zentrum der
zahlreichen offiziellen Veranstaltungen.
Aber,
die UNO wäre nicht die UNO, wenn sie auch nur die allergeringste Möglichkeit
auslassen würde, Israel an den Pranger zu stellen. Die weibliche
Landbevölkerung muss man hier schon mit
der Lupe suchen, nachdem ca. 91% unserer Mitbürger in Städten leben. Also was
ist das Thema?
Die CWS
(Commission on the Status of Women) wird in der abschließenden
Erklärung der diesjährigen Konferenz festhalten, dass die Israelische "Besatzung"
von Gaza, Westjordanien und Ostjerusalem das größte Hindernis für eine
Weiterentwicklung der Frauen sei. Israel wäre auch der Verursacher der
schlechter gewordenen Lebensumstände der Frauen in diesen Gebieten.
Wieder mal eine grobe Fehlinformation einer UNO Untergruppe! Eine pure
Verleumdung!
Gaza ist nicht von Israel besetzt. Dass die Frauen in Gaza immer weniger
Rechte haben und in ihrem Leben immer mehr eingeschränkt werden, ist einzig der
Hamas zu verdanken, die dort verstärkt die Gesetze der shari‘a zum
Einsatz bringen, und dies nicht
erst seit gestern!
Was CWS leider völlig „vergisst“, auch nur mit einem Satz, oder zumindest
mit einer Fußnote zu erwähnen, ist, dass derzeit unzählige Frauen und Kinder in
Syrien grausam abgeschlachtet werden. Dass in Saudi Arabien und anderen
islamischen Staaten Frauen immer noch das rechtlose Eigentum der Männer sind.
Dass es auch in Europa immer wieder „Ehrenmorde“ gibt, nur an muslimischen Frauen,
meistens durch Männer ihrer Familie verübt, bleibt unerwähnt.
Der Sündenbock für alles weibliche Elend in der Region steht von Vornherein
fest: Israel.
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