Fakhra
Yunus Leben endete vor 12 Jahren. Sie war gerade 20 Jahre, als ihr Mann sie mit
Säure überschüttete und ihr Körper grausam verstümmelt wurde. Ein Verfahren gegen
ihn, einen bekannten Politiker aus einer einflussreichen Familie, wurde gegen
eine namhafte Schmiergeldzahlung eingestellt. Vor wenigen Wochen bestätigte das
Gericht, dass eine Wiederaufnahme
des Verfahrens nicht möglich sei. Vielleicht war das der Grund, dass Yunus
sich am 17. März das Leben
nah, niemand weiß es.
Die
ehemals bildhübsche junge Frau ist nur eine von vielen Frauen, die Opfer eines
rachsüchtigen Ehemannes werden. Opfer von Männern, für die das Leben einer Frau
nichts gilt, die eine Frau als wertloses Eigentum betrachten. Männer, denen
durch die Gesellschaft Recht gegeben wird. Die Frauen hingegen leben für die
gleiche Gesellschaft in einem quasi rechtsfreien Raum.
Ihr
Heimatland bot ihr und ihrer Familie keine Hilfe an, sie wurde zu einer Ausgestoßenen.
Dank Tehmina
Durrani konnte sie außer Landes geschmuggelt werden und sich in Rom
zahlreichen Operationen unterziehen. Ihr Äußeres konnte teilweise
wiederhergestellt werden, ihre Seele aber bleib für immer zutiefst verletzt.
Yunus
Schicksal zeigt, stellvertretend für zahllose namenlose Opfer, wie weit
Pakistan davon entfernt ist, die Menschenrechte auch nur im Ansatz zu schützen. Der Platz
Pakistans (bis 2011) im UN Rat für Menschenrechte deklassifiziert dieses Organ einmal mehr zu
Farce!
Photo: www.tagesanzeiger.ch/ vom 28.03.2012

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